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Kreislaufführung von Waschwasser

Wenn man Waschwasser in Autowaschanlagen öfters benutzen will, muss man es sauber machen. Das geht auch mit Flockungsmitteln. Welche das sind und wie das geht lesen Sie hier:
Im belgischen Zeebrügge wurde Anfang 2009 eine neue Autowaschanlage zur Oberflächenwäsche von Neufahrzeugen gebaut.
Waschtunnel Einfahrt
Dabei soll das Wasser so oft wie möglich benutzt und der Verbrauch auf ein Minimum begrenzt werden.

Weil man in anderen Niederlassungen bereits seit einigen Jahren mit EFAPUR 1400 zur Reinigung des Waschwassers sehr zufrieden ist war es nur konsequent, dass jetzt beim Neubau auch die zum EFAPUR passende EFAMAT PC 1250 Emulsionsspaltanlage angeschafft wurde.

Wie bei Waschstraßen üblich, wird das Fahrzeug auf einem Transportband durch die Reinigungszonen transportiert. Dabei kann das abfließende Wasser aus den einzelnen Zonen getrennt erfasst werden.

Das Wasser aus der ersten Zone ( Vorspülung ) wird nur über einen Schrägfilter mit 150 µ von groben Stoffen befreit und in einem Sammelbehälter zwischengelagert. Von dort wird die Vorspülpumpe gespeist. Sollte die Wasserqualität zu schlecht werden, wird das Wasser nachts über die Spaltanlage gereinigt.

Das Wasser aus der zweiten Zone ( Bürstenwäsche ) läuft teilweise in einen unterirdischen Sammelbehälter und teilweise in die Pumpenvorlage der Bürstenwäsche, von wo es direkt wieder zum Waschen benutzt wird.

Aus dem unterirdischen Sammelbehälter werden ca. 2,5 – 3 m³ / h über die Spaltanlage gereinigt. Das Filtrat ist in kürzester Zeit wieder klar und sauber und gelangt in die Pumpenvorlage der Bürstenwäsche.
Sollte die Wasserqualität zu schlecht werden, wird das gesamte Wasser aus der Pumpenvorlage nachts über die Spaltanlage gereinigt.
Anlagen zur Kreislaufführung von Waschwasser In vielen Autowaschanlagen wird das Waschwasser über die konventionelle Abscheiderkette Schlammfang – Ölabscheider - Stapelbecken geleitet. Aus dem Stapelbecken wird Brauchwasser entnommen, über einen Filter von den Grobstoffen gereinigt und wieder zur Wäsche verwendet.

Dabei kommen verschiedene Filtersysteme zum Einsatz:
  • Sand- Kiesfilter
  • Flotationssysteme
  • Biologische Systeme
  • Membranfiltration
Bei fast allen Filtersystemen wird die ausfiltrierte Schmutz-Fracht aber nicht aus dem Kreislauf entfernt, sondern z.B. durch Rückspülungen der Filter im Schlammfang ständig angereichert. Nach geraumer Zeit ist der Schlammfang voller Schwebstoffe und der gesamte Inhalt wird mit viel Wasser entsorgt.
Chemie zur Kreislaufführung von Waschwasser In den klassischen Filtersystemen ist es üblich, durch Zugabe eines “Flockmittels“ die feinen Schmutzpartikel in eine filtrierbare Flocke umzuwandeln. Häufig ist dieses Flockmittel aber ein stark salzhaltiges PAC, das auch noch den pH Wert reduziert.

Je niedriger aber der pH Wert ist, desto schneller gibt es Probleme mit Korrosion und Geruchsbelästigungen. Ein verschmutzter Schlammfang mit niedrigem pH Wert ist außerdem die ideale Brutstätte für sulfatreduzierende Bakterien. Die Folge – es stinkt nach faulen Eiern.

Die bessere Lösung:

Will man Waschwasser mehrmals benutzten, muss man die mitgeführte Schmutzfracht vom Wasser trennen und aus dem Kreislauf austragen. Bei der Autowäsche ist das nicht anders.

Kernpunkt dieses Verfahrens ist das EFAPUR Reaktionstrennmittel der Produktgruppe 1400.

Dabei handelt es sich um ein pulverförmiges Flockmittel, das sich durch eine Kombination hochaktiver Wirkstoffe auszeichnet und dabei weitestgehend salzarm und sulfatfrei ist. Da überdies im Pulver auf Metallsalze verzichte wird, bleiben Tenside und waschaktive Substanzen im behandelten Wasser weitgehend erhalten.
In der neuen Autowaschanlage in Zeebrügge steht die EFAMAT PC 1250 Emulsionsspaltanlage im Mittelpunkt der Wasseraufbereitung.

Diese Anlagen sind für den Einsatz von pulverförmigen Spalt- und Flockmitteln konzipiert worden. Charakteristisch ist die Flockschlammentwässerung über Bandfiltervlies. Es gibt sie in Baugrößen von 100 - 200 – 300 – 400 – 600 und 1.250 l Chargenvolumen. Die meist gebauten Anlagen sind die PC 400 und PC 1250.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine PC 1250 Anlage mit 1,0 m breitem und ca. 2,80 m langem Bandfilter..
Efamat pc 1250
Die EFAMAT PC 1250 arbeitet vollautomatisch im Chargenbetrieb. Ein mit Niveausonden ausgerüsteter Rührbehälter wird mit Wasser befüllt. Bei Erreichen des Füllstands wird pulverförmiges Reaktionstrennmittel zudosiert. Emulgierte und dispergierte Stoffe werden vom Wasser getrennt und in einem Schritt in filtrierbare Flocken umgewandelt. Nach einer kurzen Sedimentationszeit wird zuerst das Klarwasser, dann der Flockschlamm über ein Bandfilter Vlies abgelassen. Der Rührbehälter wird mit Filtrat ausgespült und steht für die nächste Charge bereit.

Aus der unterirdischen Sammelgrube der Bürstenwäsche wird das Wasser in den Rührbehälter der Anlage gepumpt. Unter Zugabe eines pulverförmigen Adsorptionstrennmittels der Reihe EFAPUR 1400 werden die feinstverteilten und teils dispergierten Schmutzpartikel ausgeflockt.
Anschließend wird das Wasser und der Flockschlamm über das Bandfiltervlies filtriert.
Klarwasserventile
Das klare und saubere Wasser wird in die Pumpenvorlage zurück geführt.
Klarwasserablauf
Die Anlage läuft seit dem Frühjahr 2009 zur vollen Zufriedenheit des Betreibers.
Der Autor:
Wolfgang Ludewig staatl.gepr.Techniker EFA Chemie GmbH
Tel. (02161) 65 05 38 Fax (02161) 65 06 37 eMail: ludewig@efa-chemie.de

Für spezielle Probleme können individuelle Applikationen entwickelt werden.